Tauchlampe – Kaufberatung zur Taucherlampe

Okt 7, 2020 | 0 Kommentare

Das Wichtigste in Kürze

  • Tauchlampen sorgen für die perfekte Ausleuchtung der Unterwasserwelt bei Tag- und Nachttauchgängen.
  • Die Tauchlampe kann nicht nur als Leuchtmittel, sondern auch für die Kommunikation mit anderen Tauchern verwendet werden.
  • Nimmt man seine Tauchlampe mit auf eine Flugreise, sollte man vor dem Flug verschiedene Sicherheitsaspekte bedenken.
  • Die Preise für Tauchlampen können je nach Hersteller und Modell stark variieren, gute Tauchlampen kann man jedoch schon ab ca. 40 Euro erwerben.

Aufgaben der Taucherlampe

Um die atemberaubenden Unterwasserlandschaften, die bunten Riffe, die farbenfrohen Fische und besondere Tauchhighlights wie Unterwasserwracks gut erkennen zu können, benötigen Taucher eine zuverlässige Lichtquelle. Die Tauchlampe stellt somit einen wichtigen Teil der Tauchausrüstung dar, welchen sich viele Taucher zusätzlich zur Standardausrüstung, die aus BCD, Tauchcomputer, Taucherflossen, Atemregler, Tauchermaske und Neoprenanzug besteht, anschaffen. Der Besitz einer Taucherlampe ist vor allem bei steigenden Tauchtiefen die Voraussetzung für einen guten Durchblick unter Wasser, egal ob bei Tag- oder bei Nachttauchgängen. Somit kann der Taucher sich sicher orientieren und zudem die Anzeige seines Tauchcomputers problemlos ablesen. Des Weiteren werden Tauchlampen häufig zur Kommunikation unter Tauchbuddies genutzt.

Arten von Tauchlampen

Nicht jede Tauchlampe ist gleich. Es gibt verschiedene Arten, die sich vor allem in dem Zweck, den sie erfüllen, unterscheiden. Dazu gehören zunächst einmal die Hauptlampe und die Back-up-Lampe. Außerdem führen einige Taucher auch Videolampen oder Spotlampen mit sich. Wie sich diese Lampenarten unterscheiden, wird in der folgenden Tabelle erläutert. 

Art

Merkmale

Hauptlampe

Erfüllt den Zweck der primären Lichtquelle, wird als Kommunikationsmittel mit anderen Tauchern genutzt

Back-up-Lampe

Dient als Back-up für die Hauptlampe, erfüllt unter Wasser die gleichen Funktionen wie die Hauptlampe

Spotlampe

Die Spotlampe wird vor allem auf Tauchgängen in klaren Gewässern genutzt, verfügt über einen Spotreflektor, der zur Bündelung des Lichtes verwendet wird

Videolampe

Erfüllt nicht nur die Funktion einer Lichtquelle, sondern kann auch zur Aufzeichnung von Unterwasser-Videos genutzt werden

 

Des Weiteren unterscheiden sich die verschiedenen Unterwasserlampen in der Art ihrer Befestigung. Je nachdem, wo die Lampe befestigt wird beziehungsweise wie sie getragen wird, handelt es sich entweder um:

  • Handlampen: Wie der Name schon sagt, werden diese in der Hand getragen. Handlampen sind vor allem für kürzere Tauchgänge von bis zu einer Stunde geeignet, da die Leuchtzeit der Akkufüllung meist kürzer ausfällt als bei anderen Lampenarten.
  • Tanklampen: Eine Tanklampe besteht aus zwei Teilen, dem Akkutank und dem Lampenkopf, welche durch ein Kabel miteinander verbunden sind. Der Lampenkopf wird meist am Arm oder an der Hand befestigt, während der Akkutank sich an dem BCD oder an der Pressluftflasche befindet.
  • Stirnlampen: Stirnlampen werden entweder an der Tauchermaske oder, wenn vorhanden, an einem Helm befestigt. Meist werden diese Lampen jedoch nicht von Sporttauchern genutzt, sondern eher von professionellen Tauchern oder denen, die häufig Wracks und Höhlen betauchen.

Info

Auch in der Art des Leuchtmittels können sich die Tauchlampen unterscheiden. Besonders häufig werden LED Tauchlampen angeboten.

Welche Eigenschaften muss eine Tauchlampe haben?

Damit die Tauchlampe unter Wasser für den perfekten Überblick sorgen kann, sollte sie verschiedene Eigenschaften besitzen. Dazu gehören vor allem die Folgenden:

  • Batterien/Akkus: Tauchlampen werden meist mithilfe von Batterien oder Akkus betrieben. Besonders empfehlenswert sind wiederaufladbare Akkus. Somit spart man sich das Geld und die Mühe für eine regelmäßige Neuanschaffung von Batterien.
  • Komplett wasserdicht: Natürlich ist besonders wichtig, dass keinerlei Wasser in die Unterwasserlampe gelangen kann und damit die Funktionstüchtigkeit beeinträchtigt sein könnte. Aus diesem Grund sollte die Lampe unbedingt wasserdicht sein. Um sicherzustellen, dass die Tauchlampe auch wirklich wasserdicht ist, werden oft austauschbare Gummiringe eingesetzt.
  • Beständigkeit im tiefen Wasser: Die Lampe sollte genau für die Tiefe, in welcher sie verwendet wird, die richtige Beständigkeit vorweisen.
  • Größe des Lichtkegels: Je größer der Lichtkegel, desto höher die Ausleuchtung und desto mehr kann man unter Wasser erkennen. Dementsprechend ist ein möglichst großer Lichtkegel meist empfehlenswert.
  • Helligkeit: Je heller die Lampe scheinen kann, desto besser lassen sich die Formen und Farben unter Wasser erkennen. In besonders großen Tauchtiefen sowie in Höhlen und Wracks ist die Helligkeit der Lampe deshalb besonders wichtig.

Worauf muss ich beim Kauf einer Taucherlampe achten?

Der Kauf einer Tauchlampe ist für die meisten Taucher durchaus empfehlenswert. Da es jedoch einige Unterschiede zwischen den verschiedenen Lampenmodellen gibt, sollte man beim Kauf der Lampe auf verschiedene Punkte achten. Dazu gehören vor allem:

  • Welche Tauchtiefe? Zunächst einmal sollte bedacht werden, wie tief man mit der Lampe tauchen möchte. Danach entscheidet sich zum Beispiel, wie tiefenbeständig die Tauchlampe sein sollte.
  • Welche Brenndauer hat die Lampe? Unternimmt man meist nur kurze Tauchgänge, ist die Brenndauer der Tauchlampe nicht unbedingt ein entscheidender Faktor. Taucht man jedoch regelmäßig länger als eine Stunde, sollte man darauf achten, dass die Brenndauer der Lampe so hoch wie möglich ist. Idealerweise beträgt die Dauer auf der höchsten Leuchtstufe mindestens 100 Minuten.
  • Wie schwer ist die Lampe? Führt man eine Unterwasserlampe mit sich, die besonders schwer ist, so kann das auf Dauer einen unnötigen Ballast unter Wasser bedeuten und das Tauchvergnügen entscheidend mindern. Aus diesem Grund sollte man vor allem bei längeren Tauchgängen auf leichtere Modelle setzen.
  • Verfügt die Tauchlampe über verschiedene Lichtarten und -stufen? Eine gute Taucherlampe verfügt nicht nur über verschiedene Lichtstufen, die sich entsprechend der Dunkelheit unter Wasser anpassen lassen, sondern auch über unterschiedliche Lichtarten, die besonders bei der Kommunikation mit dem Tauchbuddy nützlich sein können.

Hinweis

Abgesehen von den bereits genannten Punkten ist natürlich auch das eigene Budget entscheidend. Die Kosten für Tauchlampen können stark variieren, sie können bei 30 Euro beginnen und bis zu 1.000 Euro erreichen, je nach Modell und Hersteller.

Wie pflege ich meine Tauchlampe am besten?

Damit die Tauchlampe so lange wie möglich unbeschädigt und funktionstüchtig bleibt, sollte man sie gewissenhaft pflegen. Bei der Pflege, Reinigung und Lagerung der Lampe sind folgende Punkte besonders zu beachten:

  • Reinigung: Die Lampe sollte nach jedem Tauchgang mit Süßwasser abgespült werden. Hin und wieder empfiehlt es sich außerdem, sie mit einer Mischung aus Wasser und Spülmittel vorsichtig abzuputzen.
  • Richtig trocknen: Ist die Lampe nach dem Tauchgang von außen bereits trocken, kann man sie vorsichtig öffnen und komplett trocknen lassen. Somit wird die Entstehung von Rost vermieden.
  • Schläge und Stöße vermeiden: Um keinerlei Beschädigungen zu riskieren, sollte die Lampe immer behutsam behandelt werden. Schläge und Stöße sind somit nicht nur beim Tauchgang, sondern auch beim Transport zu vermeiden.
  • Sonneneinstrahlung vermeiden: Auf Dauer kann Sonneneinstrahlung für viele Materialien schädlich sein. Aus diesem Grund sollte besonders bei der Lagerung der Lampe ein schattiger Platz gewählt werden.
  • Ladezeit des Akkus nicht überschreiten: Für die dauerhafte Funktionstüchtigkeit des Akkus wird empfohlen, diesen nicht länger als notwendig in der Ladestation zu lassen.
  • Batterie: Beim Wechseln der Batterien ist wichtig, dass keinerlei Sand oder Dreck in das Batteriefach gelangt.

Verreisen mit einer Tauchlampe

Die meisten Taucher nutzen ihre Tauchlampe bei Tauchgängen, die sie auf Reisen unternehmen. Da es sich bei vieler dieser Reisen um Flugreisen handelt, sollten für die Mitnahme der Lampe ins Flugzeug einige Punkte bedacht werden.

  • Tauchlampe nicht im Koffer transportieren: Die Lampe sollte im Handgepäck transportiert werden, da die Koffer der Reisenden oft vor dem Flug durchleuchtet werden und Gegenstände wie Lampen dabei entsorgt werden könnten.
  • Handgepäcksbestimmungen der jeweiligen Airline checken: Vor dem Flug sollte man sich über die Bestimmungen der Airline bezüglich des Handgepäcks informieren. Somit geht man jedem Risiko aus dem Weg, die Lampe am Flughafen doch noch abgeben zu müssen.
  • Akku einzeln transportieren bzw. Akku entladen: Die Batterie der Tauchlampe sollte am besten einzeln transportiert werden. Ist dies nicht möglich, sollte man darauf achten, dass der Akku zumindest vollständig entladen ist.

Preise und bekannte Hersteller von Tauchlampen

Online und in Tauchshops erwartet Tauchfans eine große Auswahl an verschiedenen Tauchlampen, die sich in ihrer Art, ihrem Hersteller, und ihrem Preis unterscheiden können. Zu den beliebtesten Herstellern von Tauchlampen gehören Riff, Mares und Scubapro. Die besten Tauchlampen, die zurzeit auf dem Markt sind, werden in der folgenden Tabelle vorgestellt.

 

Tauchlampe

Eigenschaften

Preis

Riff TL Big Profi Tauchlampe

LED Tauchlampe, besonders hell (7.000 Lumen), vor allem für Höhlen- und Wracktaucher geeignet, auch große Tauchtiefen möglich, Ladestation im Preis mit inbegriffen, Rotlicht-Modus, drei Leuchtstufen

Ab ca. 800 €

 

Mares EOS 20RZ Tauchlampe

LED Tauchlampe, Akkulaufzeit von 105 Minuten, Armschlaufe inklusive, über USB-Kabel aufladbar, gut für Film- und Videoaufnahmen geeignet, Ladestand wird angezeigt, zwei Leuchtstufen

259,00 €

Scubapro Novalight 720 R Wide Tauchlampe

LED Tauchlampe, Tauchtiefe von bis zu 300 m, robust, breit gefächerter Lichtkegel, Armschlaufe inklusive, leicht und handlich (204 Gramm)

80,00 €

Siuyiu Tauchlampe LED

LED Tauchlampe, besonders leicht (175 Gramm), Ladestation im Preis mit inbegriffen, lange Akkulaufzeit von 120 Minuten, besonders wasserfest, Armschlaufe inklusive, SOS-Modus, preisgünstig, fünf Leuchtstufen

39,99 €

Wurkkos Tauchlampe

LED Tauchlampe, Leuchtweite von bis zu 300 m, Ladestation im Preis mit inbegriffen, Armschlaufe inklusive, preisgünstig, vier Leuchtstufen

39,99 €

Fazit: Warum eine Tauchlampe so wichtig ist

Eine Tauchlampe kann nicht nur dabei helfen, jedes Detail der einzigartigen und farbenfrohen Unterwasserwelt betrachten zu können, sondern kann auch einen wichtigen Faktor für die Sicherheit unter Wasser darstellen. Tauchlampen gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen, was auch für die mit ihnen verbundenen Kosten große Unterschiede ausmachen kann. Wer sich eine Tauchlampe zulegt, der sollte auch die richtige Pflege und Lagerung der Lampe beachten, um die Lebensdauer so weit wie möglich zu maximieren. Somit ist sichergestellt, dass die Tauchlampe noch viele Jahre als treuer Begleiter auf Tauchgängen dabei ist und einem den ultimativen Überblick ermöglicht.

 

Bild von stux auf Pixabay